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Ulrike Grossarth, Tyyne Claudia Pollmann
eins, zwei, drei, vier, fünf - Umgebung
Künstler-Vortrag
Sammlung Rainer Borgemeister: Lokomotive Denken
Ausstellung
Bonner Kunstverein
Bonn, 4. Juni 2002

DVD-Video, Farbe, 80 Min., PAL (4:3-Format)
Ed. paranorm, 2005, hors commerce

Mit den in Berlin lebenden Künstlerinnen Ulrike Grossarth (*1952) und Tyyne Claudia Pollmann (*1959) verband Rainer Borgemeister eine langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft, die bereits weit vor seiner Tätigkeit als Galerist in Berlin einsetzte. In einem Vortrag werden Ulrike Grossarth und Tyyne Claudia Pollmann Aspekte ihrer jeweiligen künstlerischen Arbeit vorstellen, an deren Entwicklung Borgemeister regen Anteil nahm. In einer umfassenden Untersuchung, die in der Entwicklung von Handlungsmodellen mündet, widmet sich Ulrike Grossarth dem Verhältnis zwischen den materiellen Dingen und den sie gebrauchenden Menschen. In Tyyne Claudia Pollmanns Projekten zur Mengenlehre in der Mathematik werden die Codes von Kunst und Wissenschaft auf ihr Verhältnis zueinander befragt.
Bonner Kunstverein
In: Einladung. Bonn, 4. Juni 2002



Ausstellung: Lokomotive Denken
Aus der Sammlung Rainer Borgemeister

Kurator: Wolfgang Siano
8. Mai - 23. Juni 2002

Am 29. Januar 2001, starb der Berliner Kunsthistoriker und Galerist Rainer Borgemeister (*1953) an den Folgen eines Autounfalls. Zum Gedächtnis an diesen außergewöhnlichen Kunstvermittler hat eine Gruppe von Freunden eine Ausstellung mit Werken aus seiner Sammlung vorbereitet, die zuvor in der DAAD-Galerie in Berlin (20.1. - 17.2.2002) gezeigt wurde und nun im Bonner Kunstverein zu sehen ist.
Die Ausstellung versteht sich als Versuch eines Portraits Rainer Borgemeisters und möchte zugleich Denkanstöße im Sinne der von ihm verfolgten Intentionen vermitteln und lebendig halten.
Grundgedanke seines Bestrebens war die Auseinandersetzung mit der Kunst als einer hervorragender Möglichkeit der Rekonstruktion verlorengegangener oder verschütteter Kommunikationszusammenhänge.
An diesem Grundgedanken hielt er fest und entwickelte ihn fortlaufend seit seinen eigenen frühen Versuchen als Maler und dem daran anschließenden Eintreten für den Beuysschen Kunst- und Öffentlichkeitsbegriff als Mitbegründer der Essener Sektion der Free International University (FIU). Hier fand er die Dimension der Öffentlichkeit auf eine Weise in die Fragestellung der Kunst zurückgeführt, die ihn zu einer langjährigen Beschäftigung mit diesen Oeuvre veranlaßte und auch in dieser Ausstellung einen Schwerpunkt hat. Sowohl sein Berliner Galerieprogramm als auch die jetzt gezeigte Zusammenstellung aus seiner Sammlung, ergänzt um eigene Arbeiten, spiegeln die Orientierung an der Frage nach der ästhetischen Logik der Konstellation von Sprache, Bild und Objekt markant wider. Sie legt Borgemeisters Interesse an ähnlichen Fragestellungen ungeachtet der verschiedenen Mittel der Formulierung offen. So finden sich unterschiedliche Ansätze des Kunstschaffens in dieser notwendigerweise durchaus ungleichgewichtigen, kleinen Sammlung nebeneinander: Malerische, (foto)grafische, topografische und konzeptionelle Ansätze, die über allgemeine Fragen im Sinne Broodthaers' u.a. nach der Stellung und Funktion des Künstlers und seines Schaffens in der Gesellschaft, sowie die Originalität und den Entstehungsformen von Kunstwerken reflektieren.
Bonner Kunstverein
In: Begleitmaterial zur Ausstellung. Bonn, 8. Mai - 23. Juni 2002

Sammlung Rainer Borgemeister Ulrike Grossarth,
Tyyne Claudia Pollmann
(rechts)
Videostills: Ralf Roszius








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